Musik im Alter

Im Wintersemester 2010/11 veranstaltete Prof. Dr. Reinhard Kopiez ein Seminar, das sich mit den vielfältigen Auswirkungen des Alterns auf musikbezogene Tätigkeiten beschäftigte.

Die Studierenden lernten unter anderem, wie alternde Musiker in der Popmusik und Klassik Alterserscheinungen kompensieren müssen, dass sich der Musikgeschmack im Alter nicht grundsätzlich von dem in der Adoleszenz ausgeprägten unterscheidet und was dies für die Entwicklung der Konzertpublika bedeutet.

Zwei Sitzungen beschäftigten sich mit dem Thema Altersdemenz. In der ersten Sitzung wurden Forschungsergebnisse vorgestellt, die belegen, dass aktives Musizieren und noch mehr regelmäßiges Tanzen der Demenz vorbeugen kann. Prof. Dr. Thomas Grosse von der Fachhochschule Hannover stellte in einer weiteren Sitzung die musikalische Arbeit mit Demenzkranken vor, die in dem Weiterbildungsstudiengang "Interaktives Musizieren" erlernt werden kann.

(Seminarbericht von D. Samaga)

Altersanzug "MAX"

In einer besonderen Sitzung besuchte Heike Zacharias von der Wolfsburg AG das Seminar. Sie brachte den Alterssimulatiosanzug Max mit, den zwei Studenten anlegten, um am eigenen Leib die Auswirkungen des Alterns zu erfahren.

Insbesondere sollte gezeigt werden welche Einschränkungen beim Instrumentalspiel auftreten. Eine geringere Beweglichkeit und vermindertes Gefühl in den Fingern verhindern beispielsweise bei Saiteninstrumenten ein müheloses Spiel. Die Beeinträchtigungen des Sehvermögens erschweren zudem das Lesen der recht kleingedruckten Noten. Beim Musizieren mit Älteren sollte auf solche Probleme Rücksicht genommen werden.

 

Zuletzt bearbeitet: 11.07.2011

Zum Seitenanfang