Lehrveranstaltungen SoSe 2014

Eine musikpsychologische Einführung im Radio

Kerngebiete der Musikpsychologie werden vorgestellt. Dazu werden wir die Sendungen des Funkkolleg Musik sowie wissenschaftliche Literatur zu ausgewählten Themen lesen.
Dieses Seminar eignet sich für Studierende, die die Forschungsinhalte und -methoden der Musikpsychologie kennenlernen möchten.

  • Dozentin: Anna Wolf M.Sc.
  • Zeit/Ort: Di., 12.15-13.45 | Seelhorststr. 3, Raum 2.015 (Kurth)

„Des Kaisers neue Kleider?“ – Zur Rezeption zeitgenössischer Musik

Warum trifft zeitgenössische Musik auf Widerstand beim Publikum?
Warum schenkt Omi ihrem musikinteressierten Enkel nicht Stockhausens Gesamtwerk?
Warum ist zeitgenössische Musik Angst auslösend?
Warum pilgert die Bundeskanzlerin nach Bayreuth und nicht nach Donaueschingen?
Warum sagt der Konzertbesucher Dieter B. „Ich verstehe diese Musik nicht!“?
Warum stoßen wir im Opernrepertoire der Bühnen eher auf Mozart als auf Henze?
Wer hilft mir (bzw. den SchülerInnen) zu verstehen, warum Wolfgang Rihm einer der führenden (und auch bestbezahlten) deutschen Komponisten sein soll?
Welchen tatsächlichen Nutzen haben Gesprächskonzerte, Einführungsveranstaltungen, Einführungstexte oder Schulbücher im Rahmen von Vermittlungsbemühungen zeitgenössischer Musik?
Dieses Seminar wird sich dieser Fragen sowohl aus musikpsychologischer als auch musikpädagogischer Sicht annehmen und versuchen, Zugangsformen zur musikalischen Avantgarde herauszuarbeiten und mögliche Modelle für den Musikunterricht zu entwickeln.

Akustische Illusionen

Die „Rubinsche Vase“ und die „Müller-Lyer-Täuschung“ sind bekannte visuelle Illusionen, doch wer kennt aus der auditiven Wahrnehmung schon die „Shepard-Tonleiter“, die „Skalen-Illusion“ oder das „Tritonus Paradoxon“? Akustische Illusionen geben uns einen spannenden Einblick in die Organisationsprinzipien der menschlichen Verarbeitung von Schall. Die wichtigsten akustischen Illusionen, ihre wahrnehmungspsychologischen Hintergründe und ihre Relevanz für die Musikwahrnehmung werden erarbeitet.

Musikalische Wunderkinder

Erstaunliche musikalische Leistungen im Kindesalter sorgen ziehen auch heute noch unsere Aufmerksamkeit auf sich. Aus der Vergangenheit sind Mozart, Beethoven oder Liszt berühmte Beispiel, aber auch in unserer Zeit machten Kinder wie der Pianist Kit Armstrong oder die Geigerin Anne Sophie Mutter von sich reden. Welche Erklärungsmodelle stehen uns dafür zur Verfügung? Wir werden Aspekte der Begabung wie solche der Expertisierung erarbeiten. Hierbei wird die historische Perspektive (seit wann gibt es das Phänomen überhaupt?), die mediale (Youtube-Wunderkinder) und die entwicklungspsychologische (warum verschwinden so viele Wunderkinder nach der Pubertät von der Bühne?) einbezogen. Letztlich werden auch verschiedene Musikstile berücksichtigt, denn außergewöhnliche kindliche Leistungen finden sich ebenfalls in der populären Musik. Michael Jackson ist nur das prominenteste Beispiel dafür.

Aktuelle musikpsychologische Forschung

Diskussion aktueller Forschung und Vorstellung eigener Arbeiten. Dringend empfohlenes Kolloquium für Bachelor- und Masterstudierende, die eine empirische Arbeit zur Musikforschung planen. Voraussetzung: Grundkenntnisse empirischer Forschung. Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung bei Prof. Kopiez (keine E-Mail!).

 

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Zuletzt bearbeitet: 24.02.2014

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