Lehrveranstaltungen SoSe 2013

Musikalische Jugendkulturen aus sozialpsychologischer Perspektive

In diesem Seminar werden wir verschiedene Aspekte der Musiksozialisation erörtern. Darunter fallen der Umgang mit Musik, Prozesse der Identitätsbildung mit den Mitteln des Musikhörens und Musikmachens oder auch die Frage der Veränderbarkeit des Musikgeschmacks. Verschiedene Jugendkulturen werden auf ihre sozialpsychologischen Besonderheiten hin beleuchtet, wobei sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Relevanz ins Auge gefasst wird.

  • Dozentin: Anna Wolf M.Sc.
  • Zeit/Ort: Di., 12.15-13.45 | Seelhorststr. 3, Raum 2.015 (Kurth)

Vom ersten Blatt-Spiel bis zur Aufführung: Einführung in die musikalische Performance-Forschung

Unter dem Begriff der Performance-Forschung werden alle Studien zusammengefasst, in denen unterschiedliche Teilaspekte des Aufführungsprozesses von Musik untersucht werden. Diese reichen vom ersten Lesen eines Notenbildes über mentales Üben bis hin zur Vermittlung interpretatorischer Ideen in der Konzertdarbietung. Das Seminar wird sich an einem künstlerischen Entwicklungsprozess orientieren und zentrale Begriffe wie Vom-Blatt-Spiel, Üben, spieltechnische Aspekte, interpretatorische Entscheidungsprozesse, Performancequalität, computergestützte Interpretationsanalyse und –synthese und die Wirkung interpretatorischer Ideenvermittlung auf das Publikum beleuchten. An Hand ausgewählter publizierter Studien sollen Ergebnisse und Konsequenzen der Performance-Forschung für die eigene künstlerische Entwicklung im Seminar diskutiert werden.

„Des Kaisers neue Kleider?“ – Zur Rezeption zeitgenössischer Musik

Warum trifft zeitgenössische Musik auf Widerstand beim Publikum?
Warum schenkt Omi ihrem musikinteressierten Enkel nicht Stockhausens Gesamtwerk?
Warum ist zeitgenössische Musik Angst auslösend?
Warum pilgert die Bundeskanzlerin nach Bayreuth und nicht nach Donaueschingen?
Warum sagt der Konzertbesucher Dieter B. „Ich verstehe diese Musik nicht!“?
Warum stoßen wir im Opernrepertoire der Bühnen eher auf Mozart als auf Henze?
Wer hilft mir (bzw. den SchülerInnen) zu verstehen, warum Wolfgang Rihm einer der führenden (und auch bestbezahlten) deutschen Komponisten sein soll?
Welchen tatsächlichen Nutzen haben Gesprächskonzerte, Einführungsveranstaltungen, Einführungstexte oder Schulbücher im Rahmen von Vermittlungsbemühungen zeitgenössischer Musik? Dieses Seminar wird sich dieser Fragen sowohl aus musikpsychologischer als auch musikpädagogischer Sicht annehmen und versuchen, Zugangsformen zur musikalischen Avantgarde herauszuarbeiten und mögliche Modelle für den Musikunterricht zu entwickeln.

Methoden der Musikforschung und Musikvermittlung

Es wird ein umfassender Einblick in die interdisziplinäre Vielfalt der Wissenschaften an der HMTMH gegeben. Kennenlernen von Problemstellungen und Methoden aller Schwerpunktfächer um eigenständige Schwerpunktsetzungen im Kontext interdisziplinärer Herausforderungen entwickeln und begründen zu können. Vertreter verschiedener Richtungen aus Musikwissenschaft und Musikpädagogik geben Einblick in ihre Forschungsprojekte und -methoden.

Empirische Popmusikforschung

Warum wird Popmusik gerne laut gehört?
Wann groovt ein Rhythmus richtig?
Was sind die beliebtesten Akkordverbindungen in der populären Musik?
Welchen Einfluss hat das Musikerimage auf die Bewertung von Musik?
Kann uns die Popmusik eines bestimmten Lebensalters für den Rest unseres Lebens prägen?
Diese und ähnliche Fragen hat die Musikpsychologie in den letzten Jahren mit experimentellen Methoden untersucht und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen. Das Seminar gibt einen Einblick in die besonderen Anforderungen einer datenreichen Popmusikforschung und einen Überblick über wichtige Forschungsergebnisse.

Aktuelle musikpsychologische Forschung

Diskussion aktueller Forschung und Vorstellung eigener Arbeiten. Dringend empfohlenes Kolloquium für Bachelor- und Masterstudierende, die eine empirische Arbeit zur Musikforschung planen. Voraussetzung: Grundkenntnisse empirischer Forschung.

 

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Zuletzt bearbeitet: 27.05.2013

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