Lehrveranstaltungen SoSe 2012

Die alltägliche Verwendung von Musik

Musik spielt in unserem Alltag immer wieder eine Rolle. Wir schalten morgens das Radio an und freuen uns, wenn ein uns bekanntes Lied gespielt wird. Beim Zugfahren oder Sport machen hören wir Musik und wenn uns eine fremde Person sagt, dass ihre Lieblingsband die gleiche wie die eigene ist, scheint die Person mit einem Mal vertrauter und sympathischer. Weshalb die meisten Menschen täglich Musik hören und wie wir unterschiedliche Musik zur Unterhaltung, Stimmungsregulation oder Identitätsbildung einsetzen, wird Thema dieses Seminars sein.

  • Dozentin: Anna Wolf M.Sc.
  • Zeit/Ort: Mo., 9.30-11.00 | Seelhorststr. 3, Raum 2.015 (Kurth)

Evaluation & Wirksamkeit neuer Methoden im Musikunterricht

Wie können Lehrende die Effektivität Ihrer Aufgaben, Unterrichtsinhalte und Methoden überprüfen? Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedene Methoden zu vergleichen und darauf aufbauend einen nachhaltigen Unterricht zu planen?
Antworten darauf geben zunächst die Grundlagen der Evaluationsforschung und Methoden zur Überprüfung von Wirksamkeit für den Unterricht. Am Gegenstand eines kompetenzorientierten Unterrichts sollen darüber hinaus bestimmte Methoden konkretisiert und in die Unterrichtspraxis überführt werden. Anknüpfend an die Ergebnis-se aus dem Seminar „Kompetenzmodelle im Musikunterricht“ soll ein erarbeiteter Testentwurf evaluiert und Konsequenzen für den Unterricht abgeleitet werden. Dieses Seminar basiert zwar inhaltlich auf den Ergebnissen des Seminars aus dem WS 2011/12, ist aber offen für alle interessierten Studierenden.

  • Dozenten: Prof. Dr. Franz Riemer, Caroline Cohrdes
  • Zeit/Ort: Mi., 11.00-13.00 | Emmichplatz 1, Raum 315

Kindheit bedeutender Musiker

Hervorragende Musikerinnen und Musiker haben oftmals ähnliche Muster in ihrer Biografie. Aber welche sind das? Am Beispiel von ausgewählten Biografien klassischer und Rock-Pop-Musiker lernen die Teilnehmer diese Muster systematisch aus den biografischen Materialien zu erarbeiten und in Hinblick auf Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zu vergleichen.

Systematische Seltsamkeiten: Eine Einführung in die Musikpsychologie

Das Feld der Musikpsychologie ist weit: von eigenartigen Instrumenten wie dem überdimensionalen "Oktobass" über scheinbar musiksensitive Pflanzen bis hin zu tanzenden Kakadus findet das Fach seine Gegenstände. Aber welcher ernsthafte wissenschaftliche Kern verbirgt sich hinter den Phänomenen? Die Teilnehmer lernen, gewagte Behauptungen mittels kritischer Recherche skeptisch zu hinterfragen.

Musikalische Akustik für Musiker

Die Teilnehmer erwerben Kenntnisse der grundlegenden akustischen Prinzipe (u.a., Schallentstehung, Ausbreitung, Klangfarben) an verschiedenen Instrumentengruppen wie Pfeifen, Streich- und Blasinstrumente. Der Umgang mit Software zur Klanganalyse wird geübt. Teilnahme an der Exkursion zur Abteilung musikalischer Akustik der PTB Braunschweig am 31.05.2012 ist verpflichtend.

Aktuelle musikpsychologische Forschung

Diskussion aktueller Forschung und Vorstellung eigener Arbeiten. Dringend empfohlenes Kolloquium für Bachelor- und Masterstudierende, die eine empirische Arbeit zur Musikforschung planen. Voraussetzung: Grundkenntnisse empirischer Forschung.

Was ist schöne Musik? - Einführung in die experimentelle Ästhetikforschung

Was ist schöne Musik? Seit Jahrhunderten beschäftigt diese Frage gleichermaßen Komponisten, Interpreten und Rezipienten. Auf diese Frage versucht die experimentelle Ästhetik Antworten zu finden. Sie will mit empirischen Methoden die Grundlagen unserer ästhetischen Urteile untersuchen. Im Seminar werden verschiedene Wahrnehmungsperspektiven überprüft: wie bewertet beispielsweise ein Zuhörer eine überaus individuelle Interpretation von Schumanns „Träumerei“ aus den Kinderszenen, op. 15, gegenüber eine eher konventionelleren? Werden musikalische Formteile von Komponisten eher nach dem „goldenen Schnitt“ angelegt, oder handelt es sich bei diesen Formproportionen um reine Zufälle? Das Seminar versucht, hierauf Antworten zu geben. Hierbei steht vor allem die Replikation der vorgestellten Experimente und die Überprüfung ihrer theoretischen Annahmen im Vordergrund.
Die Seminarveranstaltungen werden von den Studierenden multimedial gestaltet, wobei  Datenerhebungsübungen zum Einsatz kommen werden. Kenntnisse in quantitativen Methoden werden dabei nicht vorausgesetzt. Alle Seminarteilnehmer bereiten sich außerdem jeweils mit englisch- und deutschsprachiger Primär- und Sekundärliteratur vor.

 

Zuletzt bearbeitet: 27.05.2013

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