Neue Veröffentlichung des HML in PLOS One

Neue Veröffentlichung des HML in PLOS ONE

Screenshot: PLOS ONE

Mit dem Artikel "Replacing the Orchestra? – The Discernibility of Sample Library and Live Orchestra Sounds" konnte das HML eine Veröffentlichung in dem renommierten Journal PLOS ONE platzieren. Das Magazin rangiert seit Jahren unter den Top 10 der interdisziplinären wissenschaftlichen Fachmagazine.

Bereits seit einigen Jahren sind Klang-Datenbanken ganzer Klangkörper (Orchestra Sample Libraries, OSLs) aus der Musikproduktion nicht mehr wegzudenken. Die Fähigkeit des Publikums, diese von in Echtzeit eingespielten Orchesteraufnahmen zu unterscheiden, ist jedoch bislang nicht erforscht worden. Es wurde daher eine Online-Studie durchgeführt um zu untersuchen, ob ein mit einer aktuellen OSL produziertes, klassisches Orchesterwerk von einer Aufnahme eines Live-Orchesters unterschieden werden kann. Es konnte gezeigt werden, dass innerhalb der Stichprobe von n = 602 Personen, die korrekte Klangquelle in 72,5% aller Fälle benannt werden konnte. Dieses Ergebnis übertrifft die von Alan Turing bestimmte Grenze, welche besagt, dass durchschnittliche Anwender_innen über eine 70-prozentige Chance verfügten, Mensch und Maschine erfolgreich voneinander zu unterscheiden ("Turing-Test"). Während Klang-Expert_innen jedoch eine Tendenz zeigten, die Klangquelle richtig zu bestimmen, erreichten weniger geschulte Hörer_innen eine unterdurchschnittliche Erkennungsrate von 68,6%. Da Nicht-Expert_innen innerhalb dieses Experiments praktisch nicht in der Lage waren, beide Aufnahmen zu unterscheiden, wird vermutet, dass OSLs aus wirtschaftlichen Gründen künftig weiter an Bedeutung in der Musikproduktion gewinnen werden.

Den Artikel in voller Länge finden Sie unter http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0158324 (in englischer Sprache).

 

Zuletzt bearbeitet: 07.11.2016

Zum Seitenanfang